RUEDA Weinroute - Touristische Straßen

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RUEDA Weinroute

Touristische Straßen · Spanien
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    Foto: RUEDA Ruta del Vino, FERIENSTRASSEN.INFO
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500 1000 1500 2000 m km 50 100 150 200 250 300 350 400 450 Medina del Campo Bodega Menade Rueda

Die RUEDA Weinroute: Grüne Felder, duftende Pinienwälder, weite Rebflächen mit kargen, steinigen Böden, geschichtsträchtige Städte und verträumte Ortschaften, die sich ausschließlich dem Weinanbau verschrieben haben – all das ist Rueda, die mittlerweile bedeutendste Weißweinregion Spaniens. Der stetig wachsenden Bekanntheit Ruedas ist auch das neueste touristische Projekt der Region zu verdanken: die “Ruta del Vino“.
482 km
7:25 h
2560 hm
2543 hm
Auf der Website www.rutadelvinoderueda.com werden insgesamt 14 Bodegas in den Provinzen Valladolid und Avila vorgestellt, die Besuchern Führungen und Verkostungen anbieten. Neben dem önotouristischen Fokus informiert die Plattform auch über Kulturelles und Historisches und gibt Tipps, wo man am besten übernachten, essen und shoppen kann.

Die Anreise erfolgt zum Beispiel per Flugzeug über Madrid. Mit dem Mietwagen geht es dann nach Norden. Etwa 2 Stunden braucht man bis nach Valladolid, der Hauptstadt der autonomen Region Kastilien León. Vorher lohnt es sich bereits einige Stopps einzulegen, z.B. bei Pecado Artesano in Gomeznarro. Hier riecht es köstlich nach traditionellen Leckereien wie Galletas, Lágrimas, Pecaditos - nichts für Diätbewusste, aber die richtige Grundlage zur Weiterfahrt nach Medina del Campo. Hier sind die Geschäfte auch sonntags geöffnet, dafür jedoch donnerstags geschlossen. Bei einem kleinen Spaziergang kann man die Burg La Mota aus dem 15. Jh. und den Dueñas-Palast besichtigen und nach ein paar typisch kastilischen Tapas beispielsweise die nahegelegenen Bodega Emina oder Bodegas Castelo de Medina besuchen.

Weiter geht es dann in das Herz der Region – in das beschauliche Dörfchen Rueda, Sitz des Kontrollrates der gleichnamigen D.O., der seit 1980 über das Wohl der Verdejo wacht. Wunderbar übernachten lässt es sich mit bis zu 10 Personen in der gemütlichen Villa Calera oder gleich in der Bodega Felix Sanz. Diese ist eines der vielen Weingüter, die sich in unmittelbarer Nähe Ruedas befinden, weitere gibt es in La Seca und Serrada.

 

Das Labyrinth des Minotaurus liegt in Rueda

Unbedingt Halt machen sollte man bei der Grupo Yllera und eine Führung der besonderen Art durch die alten Keller miterleben. Unter vielen Bodegas der D.O. Rueda finden sich noch heute alte Gewölbekeller. Oft unterwandern sie kilometerweit entsprechend den oberirdischen Grundstücksgrenzen ganze Dörfer. Viele Kellerräume mit altertümlichen Luftschächten und individuellen Zugängen sind verfallen und werden nicht mehr genutzt. Yllera bietet mit "EL Hilo de Ariadne" ein weintouristisches Erlebnis. Anhand der griechischen Geschichte um den Ariadnefaden können insgesamt zehn restaurierte Gewölberäume besichtigt werden. Bei einer unterhaltsamen Führung erfährt man die ganze Geschichte und kann am Ende auch die Weine stilecht bei einem Menü im Gewölbekeller verkosten.

Danach kann man in Tordesillas etwas Geschichte schnuppern: das Städtchen erlangte 1494 weltweite Bedeutung, als Papst Alexander VI. hier die Neue Welt zwischen Spanien und Portugal aufteilte. Ein Besuch im königlichen Kloster Santa Clara, wo Teile des ehemaligen royalen Palastes im Mudéjarstil zu sehen sind, bereitet auf die herrschaftliche Nachtstätte vor: In dem in einem Pinienhain gelegenen Parador Nacional de Turismo de Tordesillas erholt man sich im malerischen Garten, im türkischen Bad oder Jacuzzi von den Reisestrapazen. Im zugehörigen Restaurant kann man mehrgängig schlemmen: Neben abwechslungsreichen Gemüse- und Linsengerichten, Kalbsbraten, Täubchen, Milchlamm und Spanferkel aus dem Holzofen, serviert man hier auch den "Gallo Turresilano" – freilaufende Hühner aus Tordesillas –  der nach einem sehr alten Rezept zubereitet wird. Heimischer Käse und Verdejo-Weißwein runden das traditionelle kastilische Abendessen ab.

 

Pinchos, nicht Tapas

Schlusspunkt der Reise ist Valladolid, eine lebendige Großstadt mit fast einer halben Million Einwohner. Auch hier ist Wein bestimmendes Thema. Die Universität verbirgt sich zwar hinter einer barocken Fassade, aber natürlich kann man hier modernste Technologien rund um Weinbau und Önologie studieren – was viele junge Winzer Ruedas getan haben. Darüber hinaus lockt die Stadt mit der beeindruckenden Plaza Mayor, den Kirchen Vera Cruz und Santiago, einem regen Nachtleben und kulinarischen Hochgenüssen. Tapas heißen hier Pinchos und jährlich werden in der "Semana del Pincho“, also der Woche der Pinchos, die besten davon gekürt. Die siegreichen Häppchen bleiben dann oft jahrelang auf den Speisekarten und deshalb kann man bei einem Zug durch die Lokale viele köstliche Preisträger probieren. Wer lieber verweilen möchte, kann zum Beispiel im Restaurant "Los Zagales" ein Pinchos Menü probieren.

 

Die beste Reisezeit ist übrigens zwischen Juni und September: es gibt wenig Regen und es herrschen sommerliche Temperaturen. Für die Planung sollte man beachten, dass im August ganz Spanien Ferien macht und viele Weingüter sowie Geschäfte komplett schließen. Wer hingegen im September fährt, kann hautnah miterleben wie geschäftig die Region zur Lesezeit ist, und die begleitenden Erntefeste in Rueda, La Seca oder Serrada mitfeiern.

 

Mehr über die RUEDA-Weinroute erfahren: www.rutadelvinoderueda.com

Höchster Punkt
1831 m
Tiefster Punkt
596 m

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad


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Strecke
482 km
Dauer
7:25 h
Aufstieg
2560 hm
Abstieg
2543 hm

Statistik

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Höchster Punkt
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Tiefster Punkt
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